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DER CLUB

 

 

Im Jahr 2005 gründet Reinhardt Repke den Club der toten Dichter. Mit Repkes Neuvertonungen von Gedichten Heinrich Heines, geht der Club im Februar 2006 auf Tournee. Das Programm trägt den Titel „Das Buch der Lieder“, wie die im gleichen Jahr veröffentlichte CD. Von Anfang an als offenes Projekt angelegt, setzte sich die erste Besetzung aus dem Sänger Dirk Zöllner, dem Keyboarder André Gensicke, Matze Mantzke am Schlagzeug und Reinhardt Repke, Akustikgitarre, zusammen. Am Ende sind über 60 Konzerte in ganz Deutschland gespielt.


Als zweitem Dichter widmete sich der Club 2007 Wilhelm Busch, mit Sänger Norbert Leisegang von der Gruppe KEIMZEIT, Tim Lorenz am Schlagzeug, Helge Marx am Bass und dem Keyboarder Jörg Mischke. Reinhardt Repke spielt Akustikgitarre und singt, wie beim Heine-Programm, einige seiner Kompositionen selbst. Die Busch Tournee umfasste nun schon 70 Konzerte quer durch die Republik.

 

2010 folgte die CD-Produktion »Eines Wunders Melodie – Rainer Maria Rilke neu vertont« mit Katharina Franck als Sängerin, Tim Lorenz am Schlagzeug, Andreas Sperling spielte Keyboards, Markus Runzheimer den Bass und Reinhardt Repke, wie schon bei den vorherigen Programmen als Gitarrist und Sänger. Die Rilke-Tournee ging über anderthalb Jahre und umfasste 75 Deutschlandkonzerte.

Mehr zu Heine, Busch und Rilke im Archiv...

 

 

Mit »Freude schöner Götterfunken - Friedrich Schiller neu vertont«, folgt nun das vierte CLUB DER TOTEN DICHTER-Programm mit dem Sänger Dirk Darmstaedter (The Jeremy Days).

 

Pressetext:

 

„So haben sie Schiller noch nicht gehört!“

Dieser Satz von einem Kollegen, ließ einem Journalisten keine Ruhe. Er rief Reinhardt Repke, den Gründer und Komponisten des Clubs der toten Dichter, an.

„Sie haben sich doch nicht etwa an „Freude schöner Götterfunken“ vergriffen?“

„Doch…, hab ich“, antwortete Repke.

Kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung.

„Na dann viel Glück!“

 

Ist Repke naiv, frech, arglos? Er selbst beschreibt seinen Umgang mit den Dichtern als kindlich. Monatelang liest er, Zeilen springen ihn an, berühren ihn. Er streicht sie an, malt Symbole neben die Gedichte, ohne sich mit kulturgeschichtlichen und biografischen Zusammenhängen zu belasten. So sucht Repke den Augenblick der ersten Berührung und die ihm innewohnende Leichtigkeit.

 

Diese Leichtigkeit ist auch bei Dirk Darmstaedter (Jeremy Days) spürbar, dem neuen Gastsänger des Clubs, über den die New York Times schreibt, “One of Germany’s underground pop heroes.”

Stark geprägt durch eine Jugend in Amerika und die Rückkehr „in ein graues Deutschland“, sind Schiller und andere deutsche Dichter für ihn Neuland, das er mit großer Neugier betritt und singt:

„Harmonien hör’ ich klingen, Töne süßer Himmelsruh, und die leichten Winde bringen mir der Düfte Balsam zu.“ Oder in Schillers Gedicht ‚Begegnung’: „Doch schnell, als hätten Flügel mich getragen, ergriff es mich, die Saiten anzuschlagen“.

 

Darmstaedter tut das mit der Freude eines Entdeckers und hat sich sogleich in den Rebell aus Arkadien verliebt. Den Flüchtling, der heimlich der Premiere seiner ‚Räuber’ in Mannheim beiwohnt, der 12 Stunden am Tag schreibt und dabei Unmengen Kaffee und Tabak konsumiert. Den Dichter, der den Geruch faulender Äpfel zum Schreiben braucht, wie Schillers Frau Charlotte Goethe erzählte.

 

Schiller ist nach Heinrich Heine, Wilhelm Busch und Rainer-Maria Rilke nun schon die vierte Veröffentlichung des Clubs. Neben Dirk Darmstaedter und Reinhardt Repke, der wie immer einige seiner Songs selber singt und Gitarre spielt, gehören Schlagzeuger Tim Lorenz, Bassist Markus Runzheimer und Andreas Sperling an den Tasteninstrumenten fest zum Club der toten Dichter. Alles wunderbare Musiker, die mit ihrem warmen, ungeheuer gefühlvollen Spiel schon die Rilke-Neuvertonungen veredelten.

„Das Liebesbündnis schöner Seelen“, um es mit Schillers Worten zu sagen, „knüpft oft der erste Augenblick. Wenn andre eh’ sie Freunde wählen, was sich dabei gewinnt, erst emsig überzählen. Verbindet jene schon ein Wort, verbindet jene ein stiller Blick. Gleich Spiegeln strahlet eins der andern Blick zurück.“

So klingt diese CD, so klingt der Club der toten Dichter, so klingt Schiller heute. Da ist es nur folgerichtig dem Programm den Titel ‚Freude schöner Götterfunken’ zu geben, denn: „Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur“.

 

Beethoven muss nicht böse sein, denn eine kleine Entschuldigung für die Neuvertonung der ‚Ode an die Freude’ hält die CD auch bereit. Die Anfangsmelodie des 2. Satz seiner Schicksalssymphonie bildet die musikalische Grundlage zu Schillers Gedicht ‚Die seligen Augenblicke’.

„Dann sind wir wieder quitt“, sagt Repke lächelnd.

 

Auf CD und Konzerttournee ab Mai 2013.