GEDICHTE
Es ist noch Tag auf der Terrasse
Es ist noch Tag auf der Terrasse.
Da fühle ich ein neues Freuen:
wenn ich jetzt in den Abend fasse,
ich könnte Gold in jede Gasse
aus meiner Stille niederstreuen.
Ich bin jetzt von der Welt so weit.
Mit ihrem späten Glanz verbräme
ich meine ernste Einsamkeit.
Mir ist, als ob mir irgendwer
jetzt leise meinen Namen nähme,
so zärtlich, dass ich mich nicht schäme
und weiß: ich brauche keinen mehr.
Ich bin jetzt von der Welt so weit.
Mit ihrem späten Glanz verbräme
ich meine ernste, meine ernste Einsamkeit.
Ich bin jetzt von der Welt so weit.
Das sind die Stunden, da ich mich finde
Dunkel wellen die Wiesen im Winde
Allen Birken schimmert die Rinde
Und der Abend kommt über sie
Und ich wachse in seinem Schweigen
Möchte blühen mit vielen Zweigen
Nur um mit allem mich einzureigen
In die einige Harmonie.
Ich bin jetzt von der Welt so weit.
Mit ihrem späten Glanz verbräme
ich meine ernste, meine ernste Einsamkeit.
Ich bin jetzt von der Welt so weit.
